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Ausreichend Mobilität auf dem Land?
Ausreichend Mobilität auf dem Land?
Time icon 7 December 2018, 11:12 am

Ländliche Mobilität wird oftmals als vernachlässigt und unzureichend abgetan. Doch das konnte der ADAC Monitor „Mobil auf dem Land“ nur bedingt bestätigen. Der Autoclub untersuchte dabei vier unterschiedliche Arten der Mobilität; den Individualverkehr, den öffentlichen Verkehr sowie den Fuß- und Fahrradverkehr. 

Dabei gehen die individuellen Meinungen der Bürger zur Mobilität auf dem Land gehen sehr weit auseinander. Der Individualverkehr begeistert zunehmend, während der öffentliche Nahverkehr sich nur einer sehr geringen Zielgruppe erfreuen kann. 

Grundlegend sind die Bürger mit der Gesamtmobilität auf dem Land jedoch zufrieden. 
 

Viele Bürger loben die ländliche Mobilität

Individualverkehr ist die dominierende Form der Mobilität auf dem Land. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Bürger mit dem Individualverkehr am zufriedensten sind. Die Mehrzahl der Bürger auf dem Land fährt mit dem eigenen PKW. Parkplatzsuche spielt dabei meist keine Rolle, was sich positiv auf die Zufriedenheit auswirkt.

Auch lobt der Großteil der Bürger die gute Anbindung an Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Arztpraxen. Nahezu jeder Befragte nutzt überwiegend sein Auto, da öffentliche Verkehrsmittel an diese Flexibilität nicht herankommen.

Doch trotz des großen Lobes für den Individualverkehr fühlen sich viele Bürger zu abhängig. Etliche beschreiben ihre Situation sogar als „abgehängt und ausgebremst“. 
 

Kritik am öffentlichen Nahverkehr

Am schlechtesten beurteilt wurde der öffentliche Nahverkehr in ländlichen Regionen. Knapp die Hälfte der Befragten nutzt laut eigener Angabe den öffentlichen Nahverkehr nicht und greift lieber auf das Auto zurück. Grund dafür sind die meist schlechten und oftmals fehlenden Direktanbindungen und unflexiblen Zeiten. Auch die lange Fahrtdauer ist ein Grund für diese Kritik.

Selbst die Mobilitätsangebote, welche als sehr zufriedenstellend gelten, werden nur selten genutzt. Hierzu zählen Sammeltaxen und Rufbusse. 

Aus der Umfrage ergab sich, dass sich die zufriedensten Nutzer des öffentlichen Verkehrs in Sachsen-Anhalt befänden. Die unzufriedensten hingegen finden sich in Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz.

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