Facebook iconTwitter icon
B2B-Network:
Fahrerunterweisung ist Unternehmerpflicht - So sind Sie auf der sicheren Seite 
Fahrerunterweisung ist Unternehmerpflicht - So sind Sie auf der sicheren Seite 
Time icon 5 October 2018, 14:10 pm

In vielen Unternehmen wird die Fahrerunterweisung vernachlässigt und nicht selten sogar ignoriert. Höheres Unfallpotenzial, mehr Fahrunsicherheit und steigende Versicherungskosten sind die Folgen. Wenn ein Arbeitsunfall mit einem Dienstwagen passiert, steht die Berufsgenossenschaft vor der Tür. Das kann sehr unangenehm und teuer werden. Besser ist es, sich im Vorfeld abzusichern und betriebliche Gefährdungsbeurteilung und Fahrerunterweisung regelmäßig anzubieten. Lesen Sie hier, was Sie dabei beachten sollten. 

 

Gesetzliche Grundlagen der Fahrerunterweisung 

Jeder Unternehmer und sein Fahrzeugmanagement sind gesetzlich verpflichtet, die Fahrerunterweisung der Mitarbeiter einmal im Jahr durchzuführen. Sicherheit am Arbeitsplatz, Gesundheits- und Arbeitsschutz sind gesetzlich genau geregelt und Unternehmer verpflichtet, die Regelungen einzuhalten, beispielsweise folgende Gesetze: 


§ 12 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV): Unterweisung und Beauftragung 
§ 12 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG): Unterweisung 
§ 4 DGUV Vorschrift 1: Grundsätze der Prävention, Unterweisung, DGUV Vorschrift 70: Fahrzeuge 
§ 29 Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG): Unterweisung 

 

Inhalte der Fahrerunterweisung im Überblick 

Grundlage der Fahrerunterweisung ist die Gefährdungsbeurteilung für sämtliche Firmenfahrzeuge. Daraus ergeben sich die Inhalte einer effizienten Fahrerunterweisung. Jedes Firmenfahrzeug ist ein Arbeitsmittel und muss stets arbeits-, verkehrs- betriebssicher sein. Laut § 3 der DGUV haben Unternehmer und Fuhrparkmanagement in einer fahrzeugbezogenen Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, welche Schutzmaßnahmen gemäß § 5 des Arbeitsschutzgesetzes notwendig sind. Gefährdungsbeurteilungen sind regelmäßig zu aktualisieren, überprüfen und anzupassen. Das gilt auch beim Wechsel des Fahrzeugtyps, beispielsweise von Diesel- auf Ottomotor, Elektro- oder Hybridantrieb. Alle Ergebnisse und die daraus resultierenden Maßnahmen sind zu dokumentieren. Folgende Inhalte sind in der Fahrerunterweisung zu behandeln: 

  • Ist der Fußweg vom Parkplatz zum Firmengebäude sicher? 
  • Ist der Parkplatz gut beleuchtet und gekennzeichnet? 
  • Gibt es eine Kfz-Haftpflichtversicherung? 
  • Werden Verkehrssicherheit und Fahrzeugwartung beachtet? 
  • Gibt es regelmäßige Kontrollen von Führerscheinen und Sicherheitsausrüstung? 
  • Wie häufig werden die einzelnen Fahrzeuge eingesetzt? 
  • Werden Güter und Lasten transportiert? 


Riskieren Sie weder die Gesundheit Ihrer Beschäftigten, noch die Sicherheit Ihrer Fahrzeuge. Sorgen Sie regelmäßig für eine kompetente Fahrerunterweisung in Ihrem Unternehmen!

Loader